Trauerbegleitung für Sternenkinder Eltern

Ich werde dir nicht sagen, mach es so oder so und dann geht es dir besser. Jeder Mensch hat seinen eigenen Trauerweg. Verwaiste Eltern haben ganz besondere Trauerwege. Meine Kunst besteht darin, herauszufinden welches dein Weg ist und dich dabei zu begleiten, bis du dich wieder ohne mich auf deinen weiteren Weg machen möchtest.

So fangen wir an

Wir starten mit einem kostenfreien Informationsgespräch. Hierfür solltest du dir 15 Minuten Zeit verschaffen, in denen du in Ruhe mit mir telefonieren kannst. In einem Gespräch kannst du so viel besser spüren, ob du dich bei mir wohl fühlst, als per E-Mail. Du bekommst die Gelegenheit mir deine Fragen zum Ablauf der Begleitung zu stellen und ich habe auch ein paar Fragen an dich. Unter anderem finden wir heraus, ob die Einzel-, Paarbegleitung oder die Gruppe der richtige Start für dich ist. Wechseln kannst du jederzeit. Du kannst auch beides zeitgleich für dich nutzen. Wenn alles für dich passt, machen wir einen Termin für die eigentliche Begleitung aus.

Immer Freitagvormittags zwischen 9 und 12 Uhr: Informationsgespräch, telefonisch, ohne Termin. Einfach anrufen unter: 0151 10970732  

Hier erfährst du schon einmal etwas über mich.

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Einzelbegleitung

In der Einzelbegleitung können wir uns ganz auf deine Bedürfnisse konzentrieren. Die benötigte Häufigkeit an Treffen ist davon abhängig, wie viel du besprechen möchtest. Du bestimmst, wie häufig und in welchen Abständen du die Begleitung in Anspruch nehmen möchtest.

Die Begleitung findet vorwiegend als „walk and talk“ in der Natur statt. Auf Wunsch können wir uns natürlich auch in einem Raum treffen. Beim „walk and talk“ begeben wir uns sprichwörtlich auf den Trauerweg. So gehen wir gemeinsam einen Weg in der freien Natur. Mit der Bewegung des Körpers kommt auch der Geist in Bewegung. Dadurch können deine Gedanken besser fließen. Zudem unterstützt die beruhigende Kraft der Natur dein Wohlbefinden. 

Termine nur nach Vereinbarung

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Paarbegleitung

Meistens suchen die Mamas eine Unterstützung, doch die Papas sind auch wichtig. Treffen, bei denen auch die Papas dabei sind, ergeben ein rundes Bild. Gerade die Unterschiedlichkeit der Trauer ist praktisch bei jedem Paar ein Thema. Ich möchte dir als Papa ganz besonders Mut machen, Hilfe von außen in Anspruch zu nehmen. Das ist kein Zeichen von Schwäche. Stell dir einfach vor, du holst dir im Büro einen externen Berater für ein Arbeitsgebiet, in dem du dich noch nicht so gut auskennst. Im Prinzip ist das eine ähnliche Situation, nur dass es hier um deine Beziehung, um dich geht.

Liebe Mamas, macht euch keinen Kopf, falls euer Partner nicht mitkommen will. Ein Treffen muss auf Freiwilligkeit beruhen. Die meisten Mamas kommen alleine und je nach Thema manchmal als Paar. Wir kommen auch in der Einzelbegleitung gut voran.

Die Begleitung findet vorwiegend als „walk and talk“ in der Natur statt. Auf Wunsch können wir uns natürlich auch in einem Raum treffen. Beim „walk and talk“ begeben wir uns sprichwörtlich auf den Trauerweg. So gehen wir gemeinsam einen Weg in der freien Natur. Mit der Bewegung des Körpers kommt auch der Geist in Bewegung. Dadurch können deine Gedanken besser fließen. Zudem unterstützt die beruhigende Kraft der Natur dein Wohlbefinden. 

Termine nur nach Vereinbarung

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Gesprächsgruppen

Du bist nicht alleine. Ich weiß, manchmal tut es gut zu spüren, dass es anderen ähnlich geht, sich nicht erklären zu müssen und sich ohne Worte verstanden zu wissen. Hier kannst du von anderen Paaren und Elternteilen lernen, wie diese mit ihrem Verlust umgehen und manchmal entstehen sogar Freundschaften in den Gruppen.

Auch wenn sich einzelne Trauerfälle nicht direkt vergleichen lassen, teilen verwaiste Eltern doch ein gemeinsames Schicksal. Deshalb erfährst du in den Gruppen eine ganz besondere Gemeinschaft. Du kannst alleine oder mit deiner/deinem Partner/in kommen. 

Außer bei einer kurzen Vorstellungsrunde brauchst du beim ersten Treffen nichts zu sagen, du kannst auch erst einmal nur kommen und schauen wie das so abläuft. Niemand muss, jeder darf reden.

Bei allen Gesprächsgruppen handelt es sich um begleitete Trauergruppen. Anders als bei reinen Selbsthilfegruppen, werden sie durch mich als psychologische Beraterin und Trauerbegleiterin geleitet. Daher geht es in den Gruppen auch intensiv zur Sache. Wir schauen ganz tief rein, was euch beschäftigt und ich achte darauf, dass jeder zu Wort kommt, dass wir beim Thema bleiben, was zwischen den Zeilen gesagt wird, dass jeder mit etwas Hilfreichem aus dem Treffen geht. Der am häufigsten gehörte Kommentar am Schluss der Treffen ist: „Jetzt bin ich platt und es geht mir besser.“

Und ja, wir sitzen im Stuhlkreis. Das ist aber gar nicht so wild.

Termine wie untenstehend angegeben.

Gruppenangebote

Jeden 2. Mittwoch im Monat von 19:30-21:30 Uhr in Stuttgart Mitte. (Aufgrund der anhaltenden Pandemie-Situation aktuell in Ludwigsburg an jedem 4. Do im Monat)

Jeden 4. (Neu!) Donnerstag im Monat von 19-21 Uhr in Ludwigsburg Mitte. (2G-Veranstaltung)

Es wird über das gesprochen, was euch aktuell bewegt. Die Gruppen sind sowohl für frisch betroffene Mütter und Väter geeignet, als auch für Mütter und Väter, bei denen der Verlust schon länger zurückliegt. Es handelt sich um eine offene Gruppe. Das heißt, dass die Gruppe das komplette Kalenderjahr über stattfindet (außer an Feiertagen). Somit könnt ihr frei wählen, wann ihr einsteigen und wie häufig ihr teilnehmen wollt. Ob ihr zusammen als Paar oder alleine kommen wollt. Da es kleine Gruppen, von maximal 10 Personen sind, kommst du auf jeden Fall zu Wort (wenn du das möchtest).

Vor einer ersten Teilnahme, meldest du dich bitte telefonisch bei mir, denn es ist ein kurzes Informationsgespräch nötig. Hier ist meine Nummer  0151 /10970732.  Dann erfährst du auch den genauen Treffpunkt. Wenn du dich beim Newsletter anmeldest, bist du immer über freie Plätze informiert.

Welche Rolle habe ich im Leben, wenn nicht Mutter/Vater sein? Du hast dir Kinder gewünscht und eines oder mehrere verloren. Früher hast du dich vielleicht gefragt wann und wie viele, nicht jedoch ob du überhaupt einmal mit deinen Kindern zusammenleben würdest. Diese Frage stand nie zur Diskussion. Nun stehst du an dem Punkt, an dem du aus welchen Gründen auch immer (medizinisch, Alter, Kraft, Partner(in)..) erkennst, dass du dein Leben ohne Kinder weiterführen wirst.

In diesem Seminar erfährst du, wie du deine verstorbenen Kinder in liebevoller Erinnerung bewahren und dich dennoch auf dein neues Leben freuen darfst. Du bekommst Zeit, deine Energiereserven wieder aufzufüllen, dich zu sortieren und dich über deine eigenen Stärken und Interessen bewusst zu werden. Du bist Gestalter/in deines neuen Lebensentwurfes.

Ein Termin für dieses Ein-Tages-Seminar (8 Stunden inkl. Pausen) wird festgelegt, sobald die Mindestteilnehmerzahl erreicht ist.
Bei Interesse freue ich mich auf Ihre Anfrage. Lass dich auf die Warteliste eintragen. Schreibe mit dazu einfach eine E-Mail oder whats app 

 

Kosten

Soziale Arbeit ist wichtige Arbeit. Die Beiträge für die Trauernden halte ich dennoch gering. In einem kostenfreien telefonischen Informationsgespräch erfährst du, wie die Begleitung abläuft und was sie kostet.

Gut zu wissen

Hier sind einige Informationen aufgelistet, die für Eltern von Sternenkindern hilfreich sein können. Insbesondere in der ersten Zeit nach deinem Verlust hoffe ich, dir hiermit eine erste Hilfe zu leisten. Diese Informationen ersetzen keine Rechtsberatung oder Beratung bei den jeweiligen Stellen (Behörden, Versicherer…). Bitte lass mich wissen, falls dir hier Informationen fehlen.

Begriffe

Totgeborene Babys oder während der Geburt gestorbene Babys unter 500g.

Lebendgeburt bis zur 37. SSW

Im Mutterleib oder während der Geburt verstorbenes Baby über 500g.

Im Krankenhaus

Die Initiative „Dein-Sternenkind“ bietet professionelle und kostenfreie Erinnerungsfotos an. Die ehrenamtlichen Fotografen kommen ins Krankenhaus und machen sehr liebevolle Fotos von euren Sternenkinder. Bisher habe ich nur gutes von denen gehört, daher leite ich die Kontaktdaten gerne weiter: www.dein-sternenkind.eu

Meine ganz persönliche Meinung ist, dass es wichtig ist, den leblosen Körper des eigenen Kindes anzusehen, den Tod sprichwörtlich zu begreifen. Falls du den Anblick eines möglicherweise entstellten Kindes fürchtest, bitte darum, dass dein Kind zunächst zugedeckt ist und vielleicht nur das Füßchen oder ein Händchen herausschaut. Lasse dir Zeit und entscheide selbst, ob du mehr sehen willst. Du kannst dir dein Kind auch zu einem späteren Zeitpunkt nochmals im „Raum der Stille“ ansehen.

Bis zur Bestattung wird dein Kind in der Pathologie des Krankenhauses aufbewahrt. Wenn du es nochmals sehen willst, bringt es der Bestatter von der Pathologie in den „Raum der Stille“. Hier seid ihr ungestört und du kannst dir so viel Zeit lassen, wie du brauchst. Außerdem kannst du dein Kind so oft sehen, wie du willst und du darfst auch andere Personen mit in den „Raum der Stille“ nehmen.

Eine Obtuktion ist nur dann Pflicht, wenn es einen Verdacht auf eine unnatürliche Todesursache gibt. In allen anderen Fällen darfst du dein Kind zur Obtuktion freigeben, musst es aber nicht.
Wenn du dein Kind nicht zu Obduktion freigeben lassen möchtest, solltest du dies zeitnahe und deutlich sagen und dich selbst um die Bestattung kümmern. Denn es gibt zwar eine Pflicht, von den Eltern eine Einverständnis einzuholen, diese ist jedoch zeitlich beschränkt. Bei fehlgeborenen Kindern, die über ein Krankenhaus bestattet werden, müssen die Krankenhäuser keine Einverständniserklärung der Eltern einholen.

Beerdigung

Suche dir einen Bestatter, bei dem du dich wohl fühlst. Manche haben Erfahrung im Umgang mit verwaisten Eltern und andere nicht. Manche sind empathisch, andere nicht. Der Bestatter sollte dich aufklären können, was er für dich übernehmen muss (z.B. den Leichentransport) und was er für dich übernehmen kann bzw. du selbst tun kannst (z.B. dein Baby waschen und ankleiden). Er sollte dir auch verschiedene Arten von Kindersärgen zeigen können ohne dich zum Kauf zu verpflichten.
Der erste Bestatter, den du kennenlernen wirst, wird der an deinem Krankenhaus angeschlossene sein. Wenn du dein verstorbenes Kind nochmals sehen wollen, bringt er es von der Pathologie in den Raum der Stille. Du magst diesen Bestatter? Dann ist alles gut. Falls du ihn jedoch nicht magst, bist du auch nicht verpflichtet bei ihm zu bleiben. Das heißt, dass du auch einen anderen beauftragen darfst. Suche daher so lange, bis du den richtigen gefunden hast.
Traue dich, Preise zu vergleichen. Die Bestattung wird nicht schöner, weil du für die gleiche Leistung hunderte von Euro mehr gezahlt hast, sondern weil du dich verstanden fühlst und eigene Ideen einbringen darfst. Zum Beispiel weil du (wenn du das magst) den leeren Sarg mit nach Hause nehmen darfst, um ihn dort zu bemalen und auszuschmücken…

In BadenWürttemberg (Stand 2019):

Lebendgeburten: Kinder, die bei der Geburt noch gelebt haben, sind bestattungspflichtig. Die Eltern müssen die Bestattung beauftragen und bezahlen*.

Fehlgeburten und Schwangerschaftsabbrüche: In Baden-Württemberg haben Eltern ein Bestattungsrecht. Das heißt, dass sie die Bestattung beauftragen können, jedoch nicht müssen. Es reicht, wenn sich ein Elternteil für die Bestattung entscheidet. Wenn du die Bestattung beauftragst, musst du auch für die Kosten aufkommen*. Machen die Eltern keinen Gebrauch von ihrem Bestattungsrecht, hat die Klinik in der das Kind geboren wurde eine Bestattungspflicht (auf Kosten der Klinik). In Ludwigsburg und Stuttgart gibt es zwei mal pro Jahr (im April und im Oktober) eine Beisetzung dieser Kinder. Die Grabpflege wird von der Stadt Ludwigsburg bzw. Stuttgart übernommen.

Totgeburten: In Baden-Württemberg sind Todgeburten über 500g bestattungspflichtig. Das heißt, dass die Eltern die Bestattung beauftragen und bezahlen müssen*.

*Natürlich können auch die Großeltern oder andere Personen die Bestattung zahlen, nicht jedoch das Krankenhaus.

-> Link zum Bestattungsgesetz

Wenn du dich selbst um die Bestattung kümmerst, darfst du dir den Friedhof und die Grabstätte auch selbst auswählen.

Suche dir einen Friedhof aus, auf dem du dich (im Rahmen des Möglichen) wohl fühlst und überlege dir, was dir sonst noch wichtig ist. Vielleicht eine gute Erreichbarkeit, vielleicht dass dein Kind auf dem gleichen Friedhof liegt wie die Oma oder eher auf einem Friedhof mit Kindergräbern…

Das Friedhofsamt wird dir zeigen, welche Plätze für die Grabstätte möglich sind. Nimm dir Zeit für diese Entscheidung. Wenn du dich nicht gleich entscheiden kannst, vertage die Entscheidung und komme ohne Friedhofsamtsmitarbeiter nochmals auf den Friedhof. Vielleicht hilft es dir bei der Auswahl, wenn du dich an die potentiellen Grabstättenplätze hinstellst und dich von dort aus fragst: 

  • Was sehe ich von hier aus? 
  • Fühle ich mich durch umliegende größere Bepflanzungen geschützt oder eingeengt? 
  • Ist es (zu) weit bis zum Wasserspender? 
  • Gefallen mir die umliegenden Gräber? 
  • Möchte ich lieber, dass es einen größeren Abstand zu umliegenden Gräbern gibt? 
  • Könnte ich mir das Grab unter einem Baum vorstellen

Mache dich nicht verrückt mit Überlegungen welche Pflanzen wie lange halten, das bekommst du mit der Zeit schon raus. Für die Erstbepflanzung schaue dir an, wie groß das Grab ist. So ein Kindergrab ist viel kleiner als ein Erwachsenengrab. Daher kann es hilfreich sein, sich einen Meterstab mitzunehmen. Denn manche Pflanzen wirken auf einem kleinen Grab überdimensioniert. Der Meterstab kann dir zu Orientierung helfen. Lege ihn auf den Boden und deine ausgewählten Pflanzen daneben. Dann siehst du, ob die Pflanzen zu wuchtig oder genau richtig erscheinen. Vielleicht gefällt es dir wenige einzelne Pflanzen zu nehmen, vielleicht gefällt es dir besser das Grab ganz dicht zu bepflanzen. Höre auf dein Gefühl.

Neben den Pflanzen kannst du auch anderen Schmuck verwenden. Sterne, Herzen, bemalte Steine, Engel, Windräder, eine Vogeltränke…

Wenn du dich nicht in der Lage fühlst, das Grab selbst zu schmücken, kannst du dich für die Erstbepflanzung an eine Friedhofsgärtnerei wenden. Danach schaust du, wie es dir damit geht. Vielleicht möchtest du danach wieder übernehmen und die nächste Bepflanzung selbst setzen.

 

Behörden & Versicherung

Jedes Kind, das lebend geboren wurde erhält ein Schreiben des Bundeszentralamtes für Steuern und zwar auch dann, wenn es nur kurze Zeit lebte. Dieses Schreiben sorgt regelmäßig für Bestürzung bei den Eltern, denn es wird an den Namen des Kindes adressiert sein. Daher möchte ich dich vorwarnen. Dies ist leider noch ein automatisierter Prozess. Du kannst es aber auch positiv sehen: Dieses Schreiben bezeugt, dass dein Kind auf der Welt war. Manchen Eltern ist dies ein Trost.

Wenn dein Kind gelebt hat, sei es auch nur für ein paar Tage, bekommen Sie für den/die Monat(e) in denen es gelebt hat Kindergeld. Dieses kannst du bei der Familienkasse beantragen.

Sollte dein Kind gelebt haben und ärztlich versorgt worden sein, wirst du ein Schreiben des Krankenhauses erhalten. Denn dieses braucht eine Krankenkasse, bei der es die entstandenen Kosten abrechnen kann. Daher musst du leider zu einer Krankenkasse gehen und dein verstorbenes Kind dort anmelden. Es wird dort in einem Schritt an- und direkt wieder abgemeldet.

Bei einer Lebend-, Tod- und Frühgeburt hast du ein Recht auf Mutterschutz. In manchen Fällen kannst du frühzeitig aus dem Mutterschutz austreten und wieder arbeiten. Nimm zum Thema Mutterschutz und Mutterschaftsgeld bitte Kontakt mit Ihrer Krankenkasse auf.

Beim Standesamt werden lebend geborene Kinder angemeldet und im Standesamt erhältst du auch die Sterbeurkunde.
Bei Totgeburten wird standardmäßig nur das Geschlecht in das Geburtsregister eingetragen. Auf Wunsch der Eltern wird auch der Name eingetragen.
Bei Fehlgeburten erhältst du keine Geburtsurkunde, du kannst dir aber eine Bescheinigung ausstellen lassen, in der ebenfalls Name, Geschlecht, Geburtsort und -tag festgehalten sind. Diese Bescheinigung kannst du auch noch Jahre nach deinem Verlust erhalten. Du brauchst hierzu deinen damaligen Mutterpass oder wiederum eine Bescheinigung (von deinem Arzt oder der Hebamme) in der die Fehlgeburt dokumentiert ist.

Zu Hause

Dein erstes Kind ist tot und nun fragst du dich, ob du noch Mutter / Vater bist? Was sagt dir dein Gefühl? Meine ganz persönliche Meinung: Ja, ihr seid noch Eltern, nicht im praktizierendem Sinn und doch in jedem Fall in euren Herzen.

Gelegentlich gibt es Rückbildungskurse speziell für verwaiste Mütter. Doch falls du keinen findest, brauchst du nicht nervös werden, du kannst auch einen Physiotherapeuten um Einzeltermine bitten.

Eine Frage die zur Smaltalk-Grundausstattung gehört und vielen frisch verwaisten Eltern den Atem stocken lässt. Daher überlege dir bei Zeit, wie du wem gegenüber auf diese Frage antworten willst. Nicht jede x-beliebige Person braucht deine Lebensgeschichte zu kennen. Manchmal ist es dem Selbstschutz dienlich mit „nein“ zu antworten und oft genug spart es einem die mitleidigen Blicke. Du solltest dich jedoch (aus Angst, anderen vor den Kopf zu stoßen) nicht den ganzen Tag schlecht fühlen müssen, weil du mit „nein“ geantwortet hast. Schließlich hast du die harte Realität erlebt und kannst durchaus z.B. mit „Ja, aber mein Kind lebt nicht mehr“ antworten. Schau, was für dich stimmig ist. Bestimmt findest du deine ganz persönliche Antwort und falls nicht, helfe ich dir gerne beim entwickeln einer Antwort, die für dich passt.